Sabine Classen




Die Künstlerin

Sabine Classen studierte in Pforzheim Design, in Nürtingen Keramik und in Kassel Freie Kunst bei Prof. Ralf Busz und Vera Vehring. Zahlreiche Skulpturen und Projekte im öffentlichen Raum entstanden, wie z.B. 2005 die Wandgestaltungen im Gebäude der Neuen Messe Karlsruhe und die Feuerskulptur "Glühende Pyramide" zum Karlsruher Stadtgeburtstag 2001 mit mehr als 45.000 Zuschauern. Stipendien, wie zum Beispiel am International Ceramic Cultural Park in Shigaraki in Japan sind wichtiger Bestandteil ihrer künstlerischen Laufbahn. Fragen zu Kunst und Integration führten zur Gestaltung der "Fächer-Pyramide", einer Skulptur für den Verein der Völkerverständigung in Karlsruhe. Ihr aktueller künstlerischer Schwerpunkt liegt in der intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema Innen und Außen im Fluss - Formen zur Umstülpung.

10 Jahre leitete Sabine Classen die pädagogische Keramikwerkstatt des Badischen Landesmuseums Karlsruhe. Zahlreiche Unterrichtstätigkeiten führen sie in die Schweiz, nach Irland und nach Österreich. Für 2008 beauftragten sie die Regierungspräsidien Baden-Württembergs als künstlerische Referentin mit der Gestaltung des Schulkunstthemas "Erde", 2012 betreute sie als auswärtige Expertin die Diplomfachklasse Keramik-Design an der Schule für Gestaltung in Bern.

Werk

Die in Karlsruhe und Basel arbeitende Künstlerin entwickelt ihre Formen von Anfang an im dreidimensionalen Raum. Ihre Objekte holen Schwung, sie drehen sich ein- und aus wie ein Tänzer in Bewegung, als Welle strömen sie zwischen Ankunft und Rückzug, wie eine Ranke folgen sie dem Licht. Mit den Prinzipien der Natur spielen die abstrakten Figuren und sind doch ernst. Sabine Classen verlangt dem amorphen Material Ton exakt geführte Kanten ab und eröffnet zugleich überraschende Grade der Freiheit. Die Plastiken ruhen in der forschend herausgefundenen Form, doch die ihnen innewohnende Energie ist unübersehbar. Vielfältige Einflüsse tauchen im Schaffensprozess auf: Musik, Tanz, Klang, Rhythmus, aber auch Naturwissenschaftliches und nicht zuletzt Mathematik. Sie transformiert diese abstrakten Begriffe in ihr Material - den Ton. Es entstehen Figuren und Skulpturen, die verblüffen und berühren.